Schulprojekte - Vorwort

 

In meiner Ausbildung zur Musiktherapeutin habe ich viel mit behinderten Kindern gearbeitet.Während meines Psychologie-Studiums habe ich in einem Kinderheim gearbeitet.
Später als Psychologin habe ich Therapien mit Kindern und Jugendlichen in einer freien Arztpraxis für Psychiatrie und Neurologie durchgeführt.

Bei meiner Arbeit war dabei immer die Musik ein tragendes Element.

2008/2009 habe ich ein Jahr lang in einer Kita in Neukölln mit musikalischer Früherziehung gearbeitet.

2008 und 2010 habe ich für jeweils 8 Wochen ein Projekt in einer Grundschule in Neukölln für die 4. und 5. Klasse durchgeführt. Dabei ging es um Rhythmik und Singen.

Die Erfahrungen aus der Kita und den Projekten in der Schule zeigten mir, dass eine dringende Notwendigkeit nach fördernden Maßnahmen im Bereich Rythmik und Singen in der Schule besteht.
Die Kinder haben zum großen Teil keine Wahrnehmung für ihren eigenen Körper, geschweige denn ihre Bewegungen.
Aus diesem Grund kommt es so oft vor, dass sie sich (aus Versehen) gegenseitig oder selbst verletzen, im Wege stehen oder einfach nerven.
Die "Opfer" reagieren dann meist automatisch mit aggressiven Handlungen und Worten.
Die mangelnde Wahrnehmung für ihren eigenen Körper führt weiterhin zu unkoordinierten Bewegungen. Da auch das Denken und das Fühlen (innere) Bewegungen sind, hat das motorische Chaos auch dort seinen Spiegel.

Beim Singen wird meist die Sprechstimme benutzt, die vom Stimm-Umfang sehr gering ist. Soll der Ton geändert werden, wird er meist nur lauter, bleibt aber in der Tonhöhe gleich.
Meist wird auch gar nicht erst gewartet, bis der Ton vorgegeben wird, sondern es wird gleich irgendwie drauflosgesungen.
Trotz direktes Ansingen ins Ohr wird der Ton von den meisten Kindern nicht getroffen.

Es ist dringen nötig, das Hören zu schulen, welches beim Singen IMMER zu mindestens 50% beteiligt ist.

Die unkoordinierte hochemotionale (leider meist negativ geladene) Hyperaktivität in der Schule bedarf weiterhin zahlreicher ausgleichender Aktivitäten.

Die Verbindung von Musik und Meditation, sowie von Musik und Bewegung fördert meiner Erfahrung nach in hohem Maße den Respekt vor sich selbst und anderen , das Loslassen alter Geschichten, das Vergeben und Vergessen sowie die Freude im Hier und Jetzt, und schließlich die Liebe als Ausdruck der bewussten Lebendigkeit.

Aus diesem Grunde biete ich nunmehr die folgenden 3 Schulprojekte an
als AG oder WUV.

Gleichzeitig hoffe ich, dass die Schulen endlich mehr ausgebildete Musiklehrer und Lehrerinnen einstellen, und nicht wie bisher Hausfrauen und Musiker als Billigkräfte zu Projekten von 8 Wochen heranziehen, oder die z.T. völlig unmusikalischen Klassenlehrer und Lehrerinnen in den Musikunterricht ihrer eigenen Klassen schicken .